Vanille

Ätherisches Vanilleöl ist einer der wertvollsten und beliebtesten Duftstoffe der Welt. Gewonnen aus den fermentierten Schoten einer Orchidee, wirkt das Öl entzündungshemmend, beruhigend und regenerierend auf die Haut. Der Duft lässt unseren Körper Glückshormone ausschütten und vermittelt Optimismus und Geborgenheit.

Begegnung mit der Königin der Gewürze

Der schönen Vanille-Orchidee bin ich das erste Mal in einer kleinen Plantage auf der Insel La Digue auf den Seychellen begegnet. Ich war recht fasziniert von den immergrünen Kletterpflanzen, die dort auf Rankgerüsten heranwuchsen. Aber besonders beeindruckte mich, dass jede einzelne Schote mit einer Nummer markiert war. Diese sollte die Früchte vor Diebstahl schützen, weil sie so wertvoll sind.

Die grünen Schoten zu klauen würde jedoch keinen Sinn ergeben. Vanilleschoten müssen genau zum richtigen Zeitpunkt geerntet und dann erst in einem aufwändigen wochenlangen Verfahren fermentiert werden. Erst durch den Fermentations-Prozess entsteht der charakteristische Duftstoff Vanillin und erhalten die Schoten ihre typische braune Färbung.

Die tiefgründige Blume cacixanatl

Vanille wurde zuerst von den Azteken kultiviert, die sie cacixanatl, die “tiefgründige Blume” nannten und sie zusammen mit dem bitteren Kakau als Getränk konsumierten. Der Genuss von Vanille im cacauatl, dem Kakauwasser war jedoch nur adligen Personen vorbehalten.

Das sollte sich auch unter der Besatzung der Spanier nicht ändern. Diese bemerkten den edlen Geschmack dieser Gewürzpflanze trotz ihrer blinden Gier nach Gold und liessen die Orchidee in Mexiko für den Export nach Europa anbauen. Dabei war es bei Todesstrafe verboten, Setzlinge der begehrten Gewürzpflanze für den Anbau in andere Länder zu exportieren.

Schlussendlich schafften es die Holländer, das Vanillemonopol zu knacken. Sie transferierten Vanillepflanzen auf Inseln im Indischen Ozean. Doch erst als der Sklave Edmond Albius 1841 ein manuelles Verfahren zur Bestäubung der noblen Orchidee fand, konnte die Vanille-Produktion ausserhalb von Mexiko beginnen.

Das war nötig, denn die schöne Kletterpflanze wird in Mittelamerika von Kolibris und der stachellosen Melipona-Biene bestäubt, die in den neuen Anbaugebieten der Vanille fehlen. (1)

Eingehüllt in Geborgenheit

Echtes Vanilleöl wird mit Hilfe von Alkohol extrahiert. Dabei braucht man drei Kilogramm fermentierte Vanilleschoten, um einen Liter ätherisches Vanilleöl herzustellen. Durch den hohen Einkaufpreis der echten Vanille ist Vanilleöl damit ein luxuriöser Rohstoff.

Das Öl duftet süss, voll, warm und leicht narkotisch-schwer. Kaum ein anderes ätherisches Öl hat eine so entspannende und besänftigende Wirkung auf die menschliche Psyche. Wenn einem dieser weiche Duft in die Nase steigt, vergisst man Trauer und Frustration und wird entspannt und zuversichtlich.

Die Vanille steigert die Ausschüttung des körpereigenen Hormons Endorphin, das Glücksgefühle in unserem Körper entstehen lässt. (1) Mit dem Duft der tropischen Orchidee schauen wir mehr auf die Sonnenseiten des Lebens und verbinden uns mit den positiven Erlebnissen der Kindheit. Das sind Erinnerungen wie ein wunderbares Vanilleeis an einem Sommertag am Strand. Es ist also kein Wunder, dass dieses edle Gewürz zur beliebtesten Geschmacksrichtung der Welt gewählt wurde.

 

Vanille bei Liflore

Vanilleöl fördert die Durchblutung der Haut, was die Vitalität und Regenerationsfähigkeit der Haut anregt. Zudem wirkt das edle ätherische Öl antibakteriell und entzündungshemmend.  
Wir arbeiten bei Liflore mit einem Vanilleöl, das aus biologisch angebauten Schoten der Vanillesorte Vanilla planifolia gewonnen wird.

Das ätherische Vanilleöl ist in sehr vielen Liflore Düfte enthalten. Zwei Produkte möchten wir erwähnen:

FÜR REGENERATION:

Der sanfte, warme und helle Vanilleduft unseres Lippenbalsams ist unverkennbar. Er zaubert ein Lächeln auf die Lippen und wärmt die Seele von innen.

FÜR KÖRPERPFLEGE

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Quellen

(1) Das grosse Buch der Pflanzenwässer, Susanne Fischer-Rizzi, 2014
(2) https://www.ätherische-öle.com/vanilleoel, Dr. Lisa Dinh, 2020