Die Linde hat seit Jahrhunderten ihren Platz im Mittelpunkt der Dörfer und in der Heilkunst unserer Vorfahren. Das sanfte Pflanzenwasser, das aus den Lindenblüten gewonnen wird, ist ein Segen für trockene Haut und schenkt dem Haar Glanz und Fülle.

Ein Einzelgänger, dem Menschen nahe

Es gab eine Zeit, da war ein Lindenbaum Treff- und Mittelpunkt in den Dörfern von Mitteleuropa. Er wurde sogar von den Germanen als “Baum der Gerichtbarkeit” auf den Thingplätzen gepflanzt. An diesen Orten wurde über die Menschen Gericht gehalten und als Baum der Göttin Freya sollte die Linde bewirken, dass die reine Wahrheit ans Licht kommen und die Richter dank ihrem süssen Duft zu einem milden Urteil bewegt würden.

Noch heute könnte man meinen, dieser freundliche Baum würde die Nähe zum Menschen suchen. Dabei wachsen Linden einfach lieber als Einzelbäume auf weiter Flur, als in dichten dunklen Wäldern. In lichten sonnenverwöhnten Waldgebieten und in manchen Bergsturzgebiet in den Alpen kann man die Linde finden. Dem extremen Standort eines warmen Steilhangs mit Steinschlagefahr ist sie insofern angepasst, dass ihre Rinde nach Verletzungen durch aufprallende Steine gut verheilen kann.

Doch die Linde war nicht nur der Mittelpunkt der Dörfer, sie ist auch der Baum der Künstler. Unzählige und zum Teil bekannte Schnitzereien wurden aus ihrem weichen Holz gefertigt. Aus ihrem Astholz konnten eine hochwertige Zeichenkohle sowie Pinselstiele gewonnen werden. Aus der Rinde, dem sogenannten Bast, fertigte man Körbe und Matten.

“Linde” Heilkräfte für Haut und Haar

Die Lindenblüten selber, die neben schweisstreibenden Glycosiden auch ätherische Öle, Gerbstoffe, Saponine und Flavonoide enthalten, waren ein wichtiges Heilmittel gegen Winterkrankheiten wie Erkältung, Grippe oder Bronchitis. Jährlich musste man dafür “in die Linden gehen”, da die Blüten ihre Heilkräfte nach einem Jahr verlieren.

Aus den Blüten wurde schon im Mittelalter ein Wasser “gebrannt”. Dabei werden die frisch aufgegangenen süss duftenden Blüten in einem Kessel mit Wasserdampf destilliert. Das ergibt ein heilsames Schönheitswasser für Haut und Haare, das wir bei Liflore auch in unserer Naturkosmetik einsetzen. (1)

Beruhigender Duft

Der süsse helle Duft der Lindenblüten wirkt beruhigend und tröstend auf Geist und Seele. Daher werden Lindenblütentee und -wasser gerne bei Nervosität, innerer Unruhe und Schlaflosigkeit angewandt. Gerade bei Kindern mit Einschlafstörungen und Alpträumen helfen die Blüten dieses heilkräftigen Baumes. Dafür kann man Lindenblütenwasser als Kissenspray einsetzen (3) oder die Blüten über Nacht in kaltem Wasser ziehen lassen und für ein Bad am Abend erwärmen und ins Badewasser geben. (4)

 

Linde bei Liflore

Lindenblütenwasser wirkt hautberuhigend, klärend, mild entzündungshemmend und feuchtigkeitsspendend. Schon Pfarrer Weidinger schrieb in seinem Buch “Sprich mit der Haut”, dass trockene Haut nach Lindenblüten schreien würde. (2)

FÜR REINIGUNG:

Wegen seiner reizmildernden und befeuchtenden Eigenschaften setzen wir das Blütenwasser in unserer Reinigungsmilch ein, für ein klares, erfrischtes Hautbild.

FÜR REGENERATION:

FÜR SCHÖNES HAAR:

Lindenblütenwasser ist auch ein effektives Haartonikum. Es schenkt den Haaren Fülle, Glanz und fördert den Haarwuchs. Die beruhigenden Kräfte des Baumes helfen ausserdem bei gereizter und irritierter Kopfhaut.

FÜR MÄNNER:

 

Quellen

(1) Hecken, Peter Kurz, Michael Machatchek, Bernhard Iglhauser, 2001
(2) Sprich mit der Haut – Der Kräuterpfarrer und die Haut, Hermann-Josef Weidinger, 1986
(3) Das grosse Buch der Pflanzenwässer, Susanne Fischer-Rizzi, 2014
(4) Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, 1980