Augentrost

Der Augentrost ist eine kleine, heitere, weisse Bergblume, deren Inhaltsstoffe reizmindernde und entzündungshemmende Wirkungen auf die Augenpartie haben. Sie wird von uns schonend in den Schweizer Alpen gesammelt und zu einem heilkräftigen Extrakt verarbeitet.

Der gute Geist der Bergwiesen

Der Augentrost ist eine kleine, weisse Blume, die typischerweise auf Wiesen in den Bergen wächst. Ihr Familienname wurde mit Bedacht gewählt, bedeutet Euphrasia doch auf Griechisch guter Geist, Fröhlichkeit und Heiterkeit. Und genau so nehme ich diese in dichten Kissen wachsende Blume wahr: als einen heiteren, guten Geist der Bergwiesen.

Die Bergbauern haben etwas weniger Freude an diesem schönen Gewächs, das mit geschwungenen Blütenlippen und gelben Tupfen verziert, freundlich mit einem kleinen violetten “Auge” in die schöne Bergwelt schaut. Der Augentrost ist nämlich ein Halbschmarotzer, der vor allem in der frühen Wachstumsphase benachbarten Gräsern Wasser und Nährstoffe entzieht.

Heutzutage die Pflanze deswegen als “Milchdieb” zu bezeichnen wäre jedoch übertrieben. Die kleine filigrane Blume ist durch die immer intensivere Nutzung der Bergwelt selten geworden, sodass sie mancherorts schon unter Schutz gestellt werden musste.

Klein, aber heilkräftig

Der Augentrost wird passend zu seinem Namen seit jeher in der Volksheilkunde für den Trost und die Heilung der Augen eingesetzt.

Er enthält das reizlindernd und entzündungshemmend wirkende Glycosid Aucubin. Und er enthält das Flavon Apigenin, welches ebenfalls Entzündungen hemmt, und zusätzlich noch eine UV-schützende Wirkung hat. Zusammen mit den enthaltenen Bitterstoffen machen diese Wirkstoffe den Augentrost zu einer idealen Heilpflanze für den Augenbereich.

Augentrost-Extrakt wirkt abschwellend, tonisierend und pflegend. Er strafft und pflegt die dünne, empfindliche Haut um die Augen und belebt die mitunter müde und dunkel wirkenden Augenränder. Auszüge der Bergblume passen deswegen besonders gut in eine erfrischende Creme für die Augenpartie. Auf die Gesichtshaut wirkt Augentrost ausgleichend, beruhigend und leicht entzündungshemmend.

Wir sammeln die Blüten des Augentrosts in den Bergen. Noch am selben Tag setzen wir sie frisch mit pflanzlichem, biologischem Glycerin an, um möglichst viele der wertvollen Inhaltsstoffe in unserem Auszug zu vereinen. 

Sammeln von Wildpflanzen

In den Tessiner Alpen auf 1500 Metern pflücken wir den Wiesen-Augentrost Euphrasia rostkoviana subsp. rostkoviana. Diese Pflanze ist laut Flora Helvetica in der Schweiz nicht gefährdet, während andere Augentrostarten wie der Christs Augentrost oder der Tessiner Augentrost als potenziell gefährdet bzw. verletzlich eingestuft werden.

Wir sind nicht allein auf diesem Planeten und sollten Kräuter und Früchte, die wir draussen in der Natur finden mit den (anderen) Tieren teilen. Auch die Pflanzen wollen ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben und sich vermehren. Deswegen gilt es beim Sammeln von Wildpflanzen Rücksicht zu nehmen und nur wenige Pflanzen ungefährdeter Arten zu nutzen.

Robin Wall Kimmerer hat in ihrem Buch “Braiding Sweetgrass” dazu einen schönen Vergleich gefunden:

Deine Grossmutter backt dir gerne Kekse und serviert sie dir auf einem schönen Porzellantablett. Sie macht das, weil sie dich lieb hat, und du nimmst ihr Geschenk gerne an.
Aber du würdest nicht auf die Idee kommen bei ihr einzubrechen und alle Kekse und ihr schönes Porzellan zu klauen, da die Wahrscheinlichkeit gross wäre, dass es für dich nie wieder Kekse von Oma gäbe.

Wenn wir diese Regeln des Anstands auf die Natur übertragen, würde sich unsere Beziehung zur Natur verbessern und wir würden über Jahre reich von ihr beschenkt werden (nicht nur mit Keksen!).

Augentrost bei Liflore

FÜRS JUNGBLEIBEN:

Augentrost strafft und pflegt die dünne Haut um die Augen, wirkt abschwellend bei Tränensäcken, tonisiert dunkle Augenringe und belebt müde Augen. Es ist wirklich die ideale Pflanze für ein Augen-Pflegeprodukt.